Der britische General Robert Baden-Powell (Bi-Pi) veröffentlichte sein grundlegendes Werk "Scouting for Boys". In diesem rief er die Jugend unter anderem dazu auf, ein einfaches, gesundes Leben in der freien Natur zu leben sowie zur Befolgung von leicht verständlichen ethischen Grundsätzen (Pfadigesetz). Als einer seiner Hauptgedanken erwies sich später das Prinzip, Junge durch ihresgleiche führen zu lassen.
Im Rahmen der Knabenabteilung des Christlichen Vereins junger Männer (CVJM) gründete am 1. August der junge Sekretariatsangestellte Emil Dändliker die erste offizielle Pfadfindergruppe der Stadt Zürich.
Der Bestand wuchs rasch an und man bemühte sich um eine zweckmässige Strukturierung durch Bildung von Zügen und Kompanien nach militärischer Usanz.
Differenzen zwischen Leitern führte zur Abspaltung der späteren Abteilungen Patria, Libertas und Winkelried.
Das selbstgebaute Heim "Eigenwärch" auf dem Entlisberg wurde eingeweiht (1959 abgebrannt). Der Begriff "Wölfe" für jüngere Knaben ab 8 Jahren tauchte auf.
Die Abteilung Glockenhof gedieh weiter und hatte einen Bestand von ca. 300 Mitgliedern.
Das erste Jamboree fand in London statt, an dem auch eine Delegation aus dem Gloggi teilnahm. Die internationalen Beziehungen wurden intensiviert.
Die ersten Rover wurden durch die Abteilungsleiter persöhnlich geführt.
Die ersten der nummerierten Züge erhielten die Bezeichnungen Tell, Sparta und Kim.
80 Gloggianer nahmen am ersten schweizerischen Bundeslager in Bern teil.
Die Wolfsmeute wurde als selbständige Einheit gebildet.
Gründung des Altpfadfinderverbandes (APV). Erste Nummer der Abteilungszeitschrift "Goldener Pfeil" (GP) erscheint (Redaktor Vetter). Die Züge Manegg und Troja traten aus dem Glockenhof aus und gründeten die Abteilung Zürileu.
In Wallisellen/Dübendorf entstand der Zug Olymp. Durch den damaligen Abteilungsleiter Dogg wurden die braunen Gloggisocken mit den zwei blauen Streifen eingeführt. Unter seiner Leitung fand im Raum Blausee-Mitholz das erste Abteilungslager statt.
Im Februar wurde das erste Abteilungsskirennen im Toggenburg ausgetragen. Am Familienabend wurde die rot-weisse Gloggi-Krawatte für alle Abteilungsanlässe eingeführt.
Wegen ständigen Leitermangels wurden die Rudelleiter der Wolfsmeute durch Wolfsleiterinnen ergänzt.
Mit dem Ziel in Wallisellen ein Pfadiheim zu bauen, wurde anfangs Jahr der "Verein für das Pfadfinderheim Wallisellen-Dübendorf" (später Heimverein Pfadfinderkorps Glockenhof) statuiert. Der Gloggi wirkte massgeblich bei der Organisation des dritten Bundeslagers auf dem Adlisberg bei Zürich mit. Rund 330 Gloggipfadis nahmen teil.
Trotz Kriegsmobilmachung konnte der Pfadibetrieb weitergeführt werden. Wie schon während des ersten Weltkrieges wurden Hilfsdienste geleistet.
Die erste Auflage der Pfaditechnik erschien.
Im Wehntal entstand aus einer Untergruppe des Zuges Tell der Zug Mandach.
Der Gloggi führte für kriegsgeschädigte Knaben aus Frankreich und Österreich Kinderlager durch.
Am 1. Mai konnte das Pfadiheim auf dem Tambel feierlich eingeweiht werden.
Am Georgstag wurden die nun fünf Stämme getauft auf: Gryfensee, Hutten, Manesse, Hadlaub und Salander.
Aus dem Zug Bubenberg entstand die Abteilung Seepfadi.
Der Zug Wulp wurde als gesamtschweizerischer erster Zug der "Pfadfinder Trotz Allem" (PTA) gegründet.
Als zweites Heim wurde Parmort ob Mels eingeweiht.
Die Züge wurden in Stämme, die ehemaligen Stämme in Abteilungen umbenannt. Der Gloggi bildete von da an ein offizielles Korps.
Der Gloggi zählte 1548 Mitglieder (Höchstbestand?).
Der Heimverein kaufte die Bläsimühle bei Madetswil.
Die Pfaditechnik mit dem grünen Umschlag erschien. Vermehrte Zusammenarbeit mit der Pfadfinderinnenabteilung Manegg im Bereich der Leiter-Ausbildung.
Im Wehntal entstand aus den Stämmen Mandach, Atar und Hochwacht(Mädchen) die Abteilung Lägern.
Im Raum Schwerzenbach/Volketswil konnte die Abteilung Wildert mit den Stämmen Carthago und Homberg(Mädchen) eröffnet werden. Später kam noch der Stamm Theben aus der Abteilung Hadlaub dazu.
Das umgebaute Bauernhaus Alt-Üetliberg wurde als viertes Gloggi-Heim in Betrieb genommen.
Das Gartenbauamt der Stadt Zürich stellte zwei alte Militärbaracken im Gebiet Allmend-Höckler zur Verfügung. Mit Soli amtete erstmals eine Korpsleiterin.
Die Pfaditechnik erschien neu mit gelbem Umschlag.
Die Gloggi-Band "Die müden Rüben" spielte als Höhepunkt an einem Gloggi-Manegg Ball.
Der Heimverein erwarb das Haus "Sunnebode" in den Flumserbergen.
Die Abteilung Manesse wurde Ende Jahr geschlossen, der Stamm Wiking und die Meute Hallwyl wurden von der Abteilung Hadlaub übernommen. Das Vereinshaus Glockenhof erfuhr einen Totalumbau. Die Pfadi musste daher für rund 1 ½ Jahre in eine andere Lokalität umziehen. Nach langen Verhandlungen konnte ein Mietvertrag mit der Kaserne Zürich abgeschlossen werden. Die Höcks fanden nun in einem alten Zeughaus auf dem Kasernenareal statt.
Erstmals ein Familienabend unter freiem Himmel (Theater im Zirkuszelt).
Mit einer grossen Filmnacht im Zeughaus der Kaserne ging die Zeit ausserhalb des Vereinshauses zu Ende. Anfang März bezog die Pfadi die neuen Räumlichkeiten im Vereinshaus Glockenhof.
Der Georgstag wurde auf den Namen Gloggi-Tag umbenannt und vom Frühling in den Spätsommer verschoben. Neu kamen die Abteilungen nicht nur für die Korpsversammlung zusammen, sondern der ganze Tag wurde im Korps verbracht. Ziel des neuen Wettkampfes war, den begehrten Wanderpokal "Der goldene Pfeil" zu gewinnen.
Der Gloggi startete ohne grössere Probleme ins neue Jahrtausend! Der Leiterplausch "Gongel" wurde erstmals als Volleyballnacht durchgeführt. Der Anlass wurde ein voller Erfolg. Noch nie hatten so viele Einheiten am Gongel mitgemacht. Auch externe Teams waren willkommen.
Die Pfadiabteilung Tambel trat von der Region Manegg zum Gloggi über und schloss sich der Abteilung Gryfensee an.
Der Gloggi feierte als ältestes Korps der Deutschweiz seinen 90. Geburtstag mit einem grossen Familienabend. Der Anlass stand unter dem leicht provokativen Motto "Schnee vo geschter?". An der Feier nahmen 600 Personen teil. Die 13. komplett neu überarbeitete Auflage der Pfaditechnik erschien.
Die Neuauflage der Pfaditechnik erfreute sich grosser Beliebtheit. Die Abteilung Hadlaub integrierte das kleine Korps Patria. Die Zusammenarbeit mit der Region Manegg konkretisierte sich.
Per 1. Januar 2004 wurde die Region Manegg eine Abteilung im Gloggi. Sie wurde am Korpstag im Frühsommer herzlich Willkommen geheissen. Erstmals wurde in der Ausbildungssaison auf Leiterkursebene mit dem Korps Flamberg zusammengearbeitet.
Der Heimverein übernahm das Patriaheim auf dem Hüttikerberg. Der Gloggi war mit einer Viererdelegation an der PBS Delegiertenversammlung (DV) in Altdorf vertreten.
Diese Chronik wurde anlässlich des 90 Jahre Jubiläums von Fino und Mamba zusammengestellt.
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